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Malteser Jugend Hamburg

Wallfahrt nach Lourdes mit Beteiligung der Malteser Jugend

15.10.2019
Malteser Jugendliche betreuen die Pilger während der Wallfahrt. Foto: Malteser
Malteser Jugendliche betreuen die Pilger während der Wallfahrt. Foto: Malteser

Der am Fuße der Pyrenäen gelegene Wallfahrtsort Lourdes bedeutet für unzählige gläubige Pilger Kraft, Zuversicht und Hoffnung. In Gemeinschaft mit kranken, alten und behinderten Wallfahrern haben sich die Malteser vom 8. bis 14. Oktober auf den Weg in die südfranzösische Stadt begeben, in die Menschen aus aller Welt kommen, die sich Genesung und Heilung ihrer Leiden versprechen. Zum ersten Mal haben auch drei junge Mädchen der Malteser Jugend aus Hamburg und Ahrensburg die Wallfahrt begleitet. Die 14- bis 18-Jährigen, von denen sich zwei im Schulsanitätsdienst engagieren, teilten sich mit einer 98-Jährigen auf der Hin- und Rückreise ein Zugabteil und betreuten sie auch vor Ort umfassend. Die gebrechliche alte Dame, die nicht mehr gut zu Fuß ist, freute sich über die Unterstützung und genoss vor allem auch die Gespräche mit den jungen Menschen. Bereits vor einem Jahr reiste sie in Begleitung der Malteser nach Rom und entschied sich trotz ihres hohen Alters erneut für eine Pilgerreise.

Die insgesamt 308 Wallfahrer, von denen sich ca. 30 Helfer, mehrere Ärzte sowie Pflegepersonal und Seelsorger um die Hilfebedürftigen kümmerten, erlebten in Lourdes eine ganz besondere Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützte und Halt gab. Viele intensive und ergreifende Gespräche führte auch Thomas Kleibrink als Diakon, der die Menschen seelsorgerisch betreute. Seine Erfahrung in Lourdes zeigt, wenn sich die Seele wohlfühlt, fühlt sich der Körper wohl. „Es geht darum, dass dieser Ort – ob Maria hier erschienen ist oder nicht – so eine Ausstrahlung hat, dass Menschen wieder Hoffnung schöpfen und aus dieser Hoffnung heraus ihr Schicksal besser annehmen können. Es geht darum, dass sowohl Kranke als auch Helfer erfahren, dass wir nur in Beziehung leben können und wir beauftragt sind, uns umeinander zu sorgen.“, so der Referent für das Soziale Ehrenamt bei den Maltesern.

Jeden Abend um 21 Uhr findet vor Ort eine Lichterprozession statt, bei der sich tausende Pilger im heiligen Bezirk um die Lourdes-Grotte versammeln, um sich gemeinsam betend und singend auf den Prozessionsweg zu begeben und am Ende den Segen erhalten. Spätestens beim Anstimmen des Lourdes-Liedes mit einer brennenden Kerze in der Hand waren sich die drei jungen Helferinnen der Malteser einig: „Wenn man einmal gefahren ist, fährt man immer wieder mit!“.

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